Open Business Model (Chesbrough)

Ich habe bereits Chesbroughs Definition von ‘Business Model’ zitiert (siehe hier). Aus seinem Buch Open Business Model (2006) einige weitere interessante Gedanken (S. 108 f.)

1. Jeder Unternehmung liegt ein Geschäftsmodell zu Grunde. Sei es explizit formuliert und aktiv gemanagt oder rein implizit und unbewusst befolgt.

2. Das Geschäftsmodell besteht a) aus Werterstellungsprozessen für den Kunden (value creation) und b) aus Einnahmeströmen für das Unternehmen (value capture).

3. Geschäftsmodelle und deren Weiterentwicklung sollten aktiv bewertet und eingesetzt werden. Aus den vielen unterschiedlichen Möglichkeiten eine Leistung zu erbringen und zu vermarkten, muss diejenige herausgefiltert werden, die zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens passt und die besten Entwicklungschancen bietet.

4. Krisen sind oftmals Auslöser neuer bzw. weiterentwickelter Geschäftsmodelle.

5. Unternehmen benötigen eine ‘road map’ zur zielführenden und städnigen Anpassung des Geschäftsmodells.

Gerade Werbeagenturen sollten sich die aufgelisteten Punkte zu Herzen nehmen. Viele Agenturen entstehen aus dem ‘Handwerk’ heraus und werden von Fachmeistern gegründet/geführt, die das gängige Agentur-Geschäftsmodell implizit übernehmen und dies nicht kritisch hinterfragen und anpassen.

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