Anomaly: Prototyping the Future of Ad Agencies

Besides all subjective likes and dislikes of an advertising agency one accumulates over time, there are some hard facts that can not be discussed. Anomaly for instance pushes the traditional model to the next level: Anomaly has no fix contracts – they believe in participation in profits. They believe in win-win situations. According to my research there are some agencies that have tried to do so but failed.

Instead of sticking some boring ads on the tables of Virgin’s airplanes, they equipped the crew with nice and eye-catching luggage designed by Burton. Now, they profit from every piece that is sold by Burton. This is win-win-win.
Another example is a joint venture with famous chef Eric Ripert, who has got his own TV show and a promotion-line of kitchen equipment. Again Anomaly only profits, if the show works and the merchandise collection is attracting customers. Win-win.

How does Anomaly achieve good results that, in fact, keep the agency alive? In times of media and advertising over-exposure, they believe in conversations – conversations on brands and products. Anomaly tries to make a brand worth to talk about. In order to achieve these high goals, Anomaly is not focused on any specific media. They are ‘independent’…

Homepage: Anomaly
Interview with Johnny Vulkan (English): agencyfuture
Another interview with Johnny Vulkan (German): brandeins

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Agency Insights: Ronald Focken (Serviceplan) über Wandel in Branche, Agentur und Produkt

Gestern hatte ich das große Vergnügen, in kleiner Runde mit Serviceplan Geschäftsführer Ronald Focken zu sprechen. Es folgt eine kurze Zusammenfassung der interessanten 2,5h:

Wachstum über Spezialdisziplinen: Serviceplan stagniert – die Branche insgesamt verliert – im klassischen Bereich, überkompensiert dies jedoch durch Spezialdisziplinen wie Social Media, SEO, Mobile, etc. Diese Diversifizierung verlangt jedoch umso mehr eine ganzheitliche, integrierte Konzeption. Was vielen Agenturen nicht gelingt… und die Vergabe des Leads verkompliziert.
Vielerorts mangle es an generalistischem Know-How, und übergreifenden Beteiligungssystemen, folglich arbeiten die Spezialdisziplinen gegeneinander, um sich den größten Teil des Kuchens (Kundenetat) zu sichern – nicht miteinander, um ein stimmiges Gesamtkonzept zu erarbeiten. Genau hierin sieht Focken die Stärke von Serviceplan.

Renditeverfall als Hauptproblem: Nicht der stagnierende/ zurückgehende Umsatz, sondern die sinkende Rentabilität in der Werbebranche sei das große Problem. Heute sitzen auf Kundenseite der Einkauf mit dem Marketing am Verhandlungstisch. (Wo ist die souveräne Marketingabteilung geblieben?)
Der Renditeverfall  führt zu Personalabbau, gefährdet die Unternehmenskultur und schlussendlich die Kreativleistung der Mitarbeiter… Die Katze beißt sich in den Schwanz.

Media-Monopol: Die gesamte Mediabranche besteht aus 10 Mediaagenturen, die den Markt quasi unter sich aufteilen. Es entstand eine Art Monopolsituation durch hohe Rabatte und Verhandlungsmacht.

Wandel im Revenue Stream: Umfangreiche Full-Service-Rahmenverträge werden immer seltener abgeschlossen. Das Projektgeschäft nimmt dafür stark zu. Für Agenturen bedeutet das weniger (langfristige) Sicherheit, eine gestiegene Anforderung an die Flexibilität und ein Kampf an vielen Fronten. Für den Kunden führt das zu einer Stückelung der Spendings, evtl. einer bessere ROI-Kontrolle und mehr Flexibilität; birgt ABER auch die Gefahr einer verwässerten, inkonsistenten Markenarbeit.

Gefahr und Chance Internet: Onlinewerbung ist auf Klick und Blick kontrollierbar, die Effektivität und die Rentabilität jeder einzelnen Maßnahme kann auf den Cent verfolgt werden. (Markenverankerung und Präferenzenbildung im Kundengehirn nicht direkt – die Handlung (Action, Click, Buy) aber sehr wohl.)
Onlinewerbung kann aber auch live modifiziert und angepasst werden. Serviceplan modifiziert einzelne Onlinebanner bis zu 80 mal über die gesamte Laufzeit, um die CTR (click through rate) zu optimieren.

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