6 Funktionen eines Geschäftsmodells nach Chesbrough

Warum sollte das eigene Geschäftsmodelle analysiert werden? Warum macht es Sinn ein differenziertes Geschäftsmodell zu verfolgen? Was sind die Bestandteile eines Geschäftsmodells? Henry Chesbrough liefert 6 Funktionen eines BM.

1. Value Proposition
Exakte Beschreibung der Leistung des Unternehmens und des Nutzens für den Kunden.

2. Market Segment
Identifikation relevanter Zielgruppen. Welche Bedürfnisse können mit den angebotenen Leistungen befriedigt werden?

3. Value Chain
Festlegung und Strukturierung der Wertschöpfungskette, um die Leistung bereitstellen – produzieren und vertreiben – zu können. Berücksichtigung der vor- und nachgelagerten Stufen (von Rohmaterial, über Lieferanten und Partner, zu Endkunden), um die Leistungstiefe des Unternehmens klar abzugrenzen.

4. Cost Structure & Profit Potential
Ausgestaltung des Erlösmodells und Schätzung der Kostenstruktur und Profitpotenzial auf Basis der zu erstellenden Leistung mit zugrundeliegender Wertschöpfungskette.

5. Ecosystem (Value Network)
Betrachtung aller Stakeholder und Identifikation des Wettbewerbs, um das Leistungsversprechen des Unternehmens zu positionieren. Miteinbeziehung von Substitutionsmöglichkeiten und Alternativangeboten.

6. Competitive Strategy
Formulierung des komparativen Konkurrenzvorteils.

Quelle: Chesbrough, H. (2003). Open Innovation: The New Imperative for Creating and Profiting from Technology und Chesbrough, H. (2006). Open Business Model: How to Thrive in the New Innovations Landscape

Kategorie: Theorie | Kommentieren »

Open Business Model (Chesbrough)

Ich habe bereits Chesbroughs Definition von ‘Business Model’ zitiert (siehe hier). Aus seinem Buch Open Business Model (2006) einige weitere interessante Gedanken (S. 108 f.)

1. Jeder Unternehmung liegt ein Geschäftsmodell zu Grunde. Sei es explizit formuliert und aktiv gemanagt oder rein implizit und unbewusst befolgt.

2. Das Geschäftsmodell besteht a) aus Werterstellungsprozessen für den Kunden (value creation) und b) aus Einnahmeströmen für das Unternehmen (value capture).

3. Geschäftsmodelle und deren Weiterentwicklung sollten aktiv bewertet und eingesetzt werden. Aus den vielen unterschiedlichen Möglichkeiten eine Leistung zu erbringen und zu vermarkten, muss diejenige herausgefiltert werden, die zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens passt und die besten Entwicklungschancen bietet.

4. Krisen sind oftmals Auslöser neuer bzw. weiterentwickelter Geschäftsmodelle.

5. Unternehmen benötigen eine ‘road map’ zur zielführenden und städnigen Anpassung des Geschäftsmodells.

Gerade Werbeagenturen sollten sich die aufgelisteten Punkte zu Herzen nehmen. Viele Agenturen entstehen aus dem ‘Handwerk’ heraus und werden von Fachmeistern gegründet/geführt, die das gängige Agentur-Geschäftsmodell implizit übernehmen und dies nicht kritisch hinterfragen und anpassen.

Kategorie: Theorie | Kommentieren »

Bussines Model Definition by Henry Chesbrough

Wo wir gerade bei der begrifflichen Festlegung sind, folgt eine etwas breiter formulierte Definition von Chesbrough, 2006: Open Business Models: How to Thrive in the New Innovation Landscape.

“At its heart, a business model performs two important functions: value creation and value capture. First, it defines a series of activities that will yield a new product or service in such way that there is net value created throughout the various activities. Second, it captures value from a portion of those activities for the firm developing tho model.” (S. 108)

Kategorie: Theorie | Kommentieren »