Positionierung: Agentur als Generalist

Wie Ronald Focken (Serviceplan) mehrfach betonte, scheint es – zumindest für große Agenturen – eine favorisierte Positionierung hin zum Generalisten zu geben. Wer die Spezialistenarbeit durchführt und wie die Beziehung gestaltet wird, ist noch offen. Alles unter einem Dach (siehe Haus der Kommunikation, München)? Eine Netzwerkorganisation, evtl. global verteilt?

Paul Bennett (Euro RSCG Australia) unterstreicht Focken’s Aussage und meint “one of the most pressing issues for the communications industry was the lack of expert generalists”. Weiter sagt er, dass sich durch die Medienfragmentierung viele Agenturen in Spezialisten-Rollen gewandelt haben. Außerdem beobachtet er: “In the northern hemisphere everyone has become an expert specialist but marketing directors need to be expert generalists”. Folglich: “Marketing Directors are looking for agency partners like them” (i.e. expert generalists) und “that’s happening now in Europe and North America”.
Quelle: The Sydney Morning Herald, 20 Mar 2008

Peter Figge (ehem. DDB Tribal, jetzt Jung van Matt) steuert in die selbe Richtung: “I strongly believe in the future of the generalist Agency. But we have to remind ourselves that we are family doctors not brain surgeons.”
Quelle: Agency From Scratch , 2009

Was hat die Positionierung und Strategie mit der Wahl des Geschäftsmodells zu tun? Sehr viel!
Casadesus-Masanell und Ricart zu Folge, steht die Strategie (Car-Configurator) vor dem Geschäftsmodell (Car) bzw. eine gute Strategie sieht verschiedene Geschäftsmodelle vor, die je nach Umweltentwicklung angepasst oder ausgetauscht werden können. Für eine detaillierte Erläuterung der Begriffe Strategy, Business Model und Tactics siehe meinen älteren Beitrag.

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